Stand der Analyse: 17. August 2026
Auf meiner Seite SEO- und GEO-Strategie beschreibe ich einen Ansatz, bei dem klassische Suchmaschinenoptimierung und Generative Engine Optimization nicht getrennt voneinander gedacht werden. SEO schafft die technische und thematische Grundlage dafür, gefunden und eingeordnet zu werden. GEO setzt darauf auf und beschäftigt sich zusätzlich mit der Frage, ob Inhalte von KI-Systemen als brauchbare Antwortquelle ausgewählt werden.
Mit Olio Sardelia lässt sich inzwischen beobachten, wie sich diese Strategie bei einer jungen Website in der Praxis entwickelt. Die Domain ist erst seit wenigen Monaten aktiv und verfügt noch über keine gewachsene Markenautorität. Trotzdem zeigen Google Search Console, Bing Webmaster Tools und die PageRangers AI Suite bereits unterschiedliche Signale.
Dabei geht es ausdrücklich noch nicht um einen Beweis für einzelne GEO-Maßnahmen. Interessant ist vielmehr das Muster: Google baut die klassische organische Sichtbarkeit auf, während einzelne Inhalte in generativen Systemen bereits als Quellen verwendet werden. Genau diese unterschiedliche Entwicklung möchte ich in diesem Zwischenstand genauer betrachten.
Kurz gesagt
SEO-Sichtbarkeit im Aufbau, erste Quellenpräsenz in KI-Systemen
- Google: 6.525 Impressionen, 122 Klicks und eine durchschnittliche Position von 14,8.
- Indexierung: 77 Seiten sind inzwischen indexiert.
- Bing AI: 23 dokumentierte Citations.
- PageRangers: Olio-Sardelia-Seiten erreichen bei ausgewählten B2B-Fragen Quellenpositionen 1 bis 3.
Mein Zwischenstand: Die klassische Google-Sichtbarkeit entwickelt sich noch, während einzelne Inhalte bereits von generativen Systemen als Quellen berücksichtigt werden.
1. Google: Das SEO-Fundament wird sichtbar
Die Google Search Console zeigt für die ersten rund drei Monate eine Entwicklung, die ich bei einer neuen Domain zunächst positiv bewerte.
| Kennzahl | Stand | Meine Einordnung |
|---|---|---|
| Klicks | 122 | Erste organische Nutzung, aber noch keine große Traffic-Basis. |
| Impressionen | 6.525 | Google zeigt die Domain bereits bei zahlreichen Suchanfragen. |
| CTR | 1,9 % | Noch niedrig, angesichts der durchschnittlichen Position aber wenig überraschend. |
| Ø Position | 14,8 | Viele Rankings dürften noch knapp außerhalb der Top 10 liegen. |
| Indexierte Seiten | 77 | Die Content-Basis ist inzwischen breit im Google-Index vertreten. |
| Nicht indexiert | 22 | Weiter beobachten, derzeit aber kein grundsätzliches Indexierungsproblem erkennbar. |
Warum mich die Impressionen momentan stärker interessieren als die Klicks
122 Klicks sind noch keine große Zahl. Aussagekräftiger ist für mich in dieser Phase die Kombination aus 6.525 Impressionen und einer durchschnittlichen Position von 14,8.
Google zeigt die Inhalte inzwischen bei einer wachsenden Zahl von Suchanfragen. Viele Dokumente werden also bereits konkreten Querys und Suchintentionen zugeordnet. Die Herausforderung verschiebt sich damit: Es geht nicht mehr nur um Aufnahme in den Index, sondern zunehmend darum, bestehende Rankings aus dem Bereich Position 11 bis 20 in Richtung Top 10 zu bewegen.
Die Indexierung wächst stufenweise
Auch die Indexierungskurve ist auffällig. Anfang Juni waren nur wenige URLs erfasst. Danach folgten mehrere deutliche Sprünge: zunächst auf rund 40 Seiten, anschließend auf etwa 55, über 60 und inzwischen auf 77 indexierte URLs.
Für mich spricht diese Entwicklung dafür, dass Google nicht nur einzelne Dokumente entdeckt, sondern den Themenraum der Website zunehmend breiter verarbeitet.
⭐ Merksatz: Bei einer jungen Domain ist zunächst entscheidend, ob Google immer mehr relevante Dokumente stabil indexiert, Querys zuordnet und den Themenraum erweitert. Der Traffic folgt häufig später.
2. Die Impressionen steigen schneller als die Klicks
Die GSC-Kurven zeigen einen typischen Effekt einer Website, deren Rankings noch nicht vollständig ausgereift sind: Die Impressionen steigen deutlich gleichmäßiger als die täglichen Klicks.
Ich ordne Olio Sardelia momentan ungefähr in folgende Entwicklung ein:
- Google entdeckt und indexiert die Inhalte.
- Neue Query-URL-Kombinationen entstehen.
- Die Impressionen nehmen zu.
- Ein Teil der Rankings bewegt sich nach oben.
- Bei ausreichend Top-10-Platzierungen können die Klicks stärker folgen.
Nach meiner Einschätzung befindet sich das Projekt momentan zwischen Phase 3 und Phase 4.
Das ist auch für die Bewertung der CTR wichtig. Eine Website kann erheblich mehr Impressionen gewinnen, während die Klickrate niedrig bleibt, wenn viele neue Rankings zunächst auf Position 12, 15 oder 20 entstehen.
3. Bing AI: 23 Citations zeigen eine zweite Form von Sichtbarkeit
Noch interessanter wird die Entwicklung beim Blick in die Bing Webmaster Tools. Dort werden im untersuchten Zeitraum insgesamt 23 AI Citations für Olio Sardelia ausgewiesen.
| Seite | AI Citations |
|---|---|
/mirto-aus-sardinien/ |
7 |
/bottarga-2/ |
7 |
| Startseite | 5 |
/ueber-olio-sardelia/ |
2 |
/fregula/ |
2 |
Die Verteilung ist für mich wichtiger als die absolute Zahl. Es handelt sich nicht um eine einzige URL, die gelegentlich auftaucht. Mehrere thematisch unterschiedliche Dokumente werden bereits verwendet.
Damit wird eine zweite Sichtbarkeitsebene messbar: Neben Rankings und Klicks lässt sich beobachten, ob Inhalte von einem generativen System als Quelle herangezogen werden.
4. PageRangers: Der B2B-Kontext wird bereits erkannt
Die AI Suite von pagerangers.com ist das von mir eingesetzte Analyse-Tool für die Beobachtung der Sichtbarkeit von Olio Sardelia in generativen Suchsystemen. Damit prüfe ich, bei welchen Prompts die Domain oder einzelne URLs als Quellen erscheinen und auf welchen Quellenpositionen sie innerhalb der generierten Antworten auftauchen.
Die LLM-Auswertungen der PageRangers AI Suite zeigen dabei bereits, dass der gewünschte B2B-Kontext bei einzelnen Fragestellungen erkannt wird. Und sie zeigen zusätzlich, bei welchen konkreten Fragestellungen Olio Sardelia in generierten Antworten berücksichtigt wird.
Bei der Frage:
„Wo kann ich hochwertiges sardisches Olivenöl für mein Unternehmen kaufen?“
erscheinen zwei Seiten von Olio Sardelia an der Spitze der verwendeten Quellen:
/bio-olivenoel-sardinien/– Quellenposition 1/sardisches-olivenoel/– Quellenposition 2
Bei der noch deutlicher auf den professionellen Einkauf gerichteten Anfrage
„Sardisches Olivenöl B2B kaufen“
wird /bezugsquellen/ auf Quellenposition 3 berücksichtigt.
Für mich ist das deshalb relevant, weil es genau dem strategischen Zielraum der Website entspricht: nicht nur allgemeine Informationen über sardische Produkte abzudecken, sondern Einkauf, Handel, Gastronomie und professionelle Bezugsfragen.
➡️ SEO und GEO messen nicht dasselbe: Beim klassischen Ranking interessiert mich die Position einer URL in den Suchergebnissen. Bei generativen Systemen kommt zusätzlich die Frage hinzu, ob eine Information für die erzeugte Antwort als Quelle ausgewählt wird.
5. SEO und GEO entwickeln sich nicht zwingend im gleichen Tempo
Aus den bisherigen Daten ergibt sich ein Bild, das sich nicht mehr mit einer einzelnen SEO-Kennzahl beschreiben lässt.
| Ebene | Ergebnis | Status |
|---|---|---|
| Crawling / Indexierung | 77 Seiten indexiert | 🟢 stark |
| Google-Sichtbarkeit | 6.525 Impressionen / Ø 14,8 | 🟡 im Aufbau |
| Klicktraffic | 122 Klicks / CTR 1,9 % | 🟡 noch begrenzt |
| Bing AI | 23 Citations | 🟢 bemerkenswert |
| PageRangers LLM | Quellenpositionen 1–3 bei ausgewählten B2B-Prompts | 🟢 starkes Signal |
| Markenbekanntheit | noch gering | 🔴 größte Baustelle |
| B2B-Intent | erste klare Zuordnungen in LLM-Antworten | 🟡 zunehmend |
Interessant ist für mich vor allem die mögliche Reihenfolge der Entwicklung.
Klassisch gedacht:
Ranking → Traffic → Bekanntheit → Autorität
Bei Olio Sardelia ist momentan teilweise zu beobachten:
Indexierung → thematische Einordnung → KI-Zitation → bessere Rankings → mehr Traffic
Ob sich dieses Muster langfristig bestätigt, lässt sich nach wenigen Monaten noch nicht beurteilen. Als Arbeitshypothese für das Experiment ist es aber interessant.
6. Die Google-Queries zeigen die noch offene B2B-Lücke
Bei aller positiven Entwicklung zeigen die Google-Suchanfragen auch, wo die Website noch nicht am Ziel ist.
Zu den sichtbaren Queries gehören beispielsweise:
- mirto
- culurgiones kaufen
- fregula
- mirto sardinien
- bio wein italien
- bottarga
- delikatessenhandel
- was ist mirto
Der Schwerpunkt liegt damit bislang noch stark auf informationalen und allgemeinen produktbezogenen Suchanfragen.
Der strategisch wichtigere Zielraum umfasst dagegen Suchintentionen wie:
- sardisches Olivenöl B2B
- sardische Feinkost für den Großhandel
- sardische Spezialitäten für die Gastronomie
- Olivenöl für Wiederverkäufer
- sardische Produkte für Geschenksets
- Import sardischer Lebensmittel
- Bezugsquellen für Gastronomie und Handel
Google: bisher stärker generische und produktbezogene Longtail-Sichtbarkeit.
LLM-Auswertungen: bei einzelnen Prompts bereits deutliche Zuordnung zum professionellen B2B-Kontext.
Für mich ist das ein positives semantisches Signal, aber gleichzeitig ein klarer Arbeitsauftrag für die weitere Google-Optimierung.
7. Die Sichtbarkeit verteilt sich bereits auf mehrere Content-Cluster
Ein weiterer positiver Punkt ist die Verteilung der Google-Klicks und Impressionen auf unterschiedliche Seiten und Themen.
In der Search Console erscheinen unter anderem Inhalte zu:
- Bio-Olivenöl
- Geschenksets und Geschenkkörben
- Mirto
- Sugo
- Glossar
- Oliven
- vegetarischer und veganer Küche
- Bezugsquellen
- Culurgiones
- Oliven-Anbaugebieten
- sardischer Pasta
- Polyphenolen
- Bioweinen
- Compliance
- Feinkosthandel
- Blue Zone
- Gewerbeanfragen
- Pane Carasau
Damit hängt die Entwicklung nicht an einem einzelnen „Hero Content“. Verschiedene Bestandteile des Themenraums gewinnen Sichtbarkeit.
Nicht nur: Olio Sardelia = Olivenöl.
Sondern zunehmend: Olio Sardelia = sardische Lebensmittel + Herkunft + Produkte + Einkauf + B2B + Gastronomie + Handel.
Das entspricht der Cluster-Logik meiner SEO- und GEO-Strategie: nicht möglichst viele isolierte Keywords produzieren, sondern zusammenhängende Themenräume und Nutzerfragen so bearbeiten, dass Beziehungen zwischen den Inhalten entstehen.
8. Answer-First liefert gute Signale – aber keinen Kausalitätsbeweis
Bei den neueren Olio-Sardelia-Inhalten habe ich die redaktionelle Struktur zunehmend auf eine einfache Reihenfolge ausgerichtet:
Frage → direkte Antwort → Einordnung → Tabelle → Details → FAQ
Dazu kommen klare Zwischenüberschriften, kurze Antwortblöcke und Abschnitte, die möglichst auch unabhängig vom restlichen Seitenkontext verständlich bleiben.
Die Ergebnisse aus Bing und PageRangers sind ein Hinweis darauf, dass solche Inhalte von generativen Systemen gut verarbeitet werden können.
⚠️ Wichtig: Die bisherigen Daten beweisen nicht, dass die Answer-First-Struktur die AI Citations verursacht. Belegen lässt sich nur, dass entsprechend aufgebaute Inhalte bereits von generativen Systemen als Quellen verwendet werden.
9. Die größte Baustelle bleibt die Marke
Olio Sardelia ist noch eine junge und weitgehend unbekannte Domain. Genau deshalb sind die bisherigen KI-Signale für mich besonders interessant.
| Faktor | Stand |
|---|---|
| Thematische Konsistenz | 🟢 vorhanden |
| Content-Tiefe | 🟢 vorhanden |
| Technische Erreichbarkeit | 🟢 nach aktuellem Stand gut |
| Markenbekanntheit | 🔴 noch gering |
Die Website gewinnt momentan offenbar stärker über Content Relevance als über Brand Authority.
Das ist für das Experiment besonders interessant: Eine neue Domain ohne nennenswerte Markenbekanntheit wird bei ausgewählten generativen Antworten bereits als Quelle berücksichtigt.
Meine Arbeitshypothese für die nächsten Monate lautet deshalb:
Auch eine neue und noch weitgehend unbekannte Website kann über ein enges thematisches Cluster, spezialisierte Inhalte und klar beantwortete Nutzerfragen früh einen Quellenstatus in generativen Systemen erreichen.
Ob daraus dauerhaft Rankings, Zitationen und Markenautorität entstehen, muss die weitere Entwicklung zeigen.
10. Warum ich die CTR von 1,9 Prozent noch nicht zum Hauptproblem mache
Bei einer durchschnittlichen Google-Position von 14,8 ist die CTR für mich momentan nicht die Kennzahl, die ich zuerst optimieren würde.
Ein einfaches Beispiel zeigt warum: Steigt eine Seite von Position 18 auf Position 12, kann sie erheblich mehr Impressionen erhalten, ohne dass die Klickzahl im gleichen Verhältnis wächst.
- Sichtbarkeit steigt.
- Impressionen steigen.
- Die CTR kann trotzdem niedrig bleiben oder sogar sinken.
Das wäre kein Rückschritt.
Für die kommenden Wochen beobachte ich deshalb vor allem eine andere Entwicklung:
➡️ Bewegt sich die durchschnittliche Position von aktuell 14,8 Schritt für Schritt in Richtung 12, 10 und schließlich unter 10?
Wenn dieser Übergang gelingt, sollte sich das später wesentlich deutlicher auf die Klickzahlen auswirken.
11. Was ich jetzt ausdrücklich nicht mache
Als SEO werde ich an diesem Punkt nicht die grundlegende Strategie ändern.
Dafür gibt es momentan keinen Anlass. Die verschiedenen Datenquellen liefern zwar unterschiedliche Signale, sie widersprechen sich aber nicht:
- Google: Der Themenraum wird breiter indexiert und ausgespielt.
- Bing: Mehrere Seiten werden bereits als AI-Quellen verwendet.
- LLM-Auswertungen: Bei ausgewählten Fragen wird der gewünschte B2B-Kontext erkannt.
Ich werde den eingeschlagenen Weg deshalb zunächst weitere 6 bis 10 Wochen verfolgen – allerdings mit einer klaren Verschiebung:
Weniger neue breite Themen. Mehr Verdichtung der Cluster, für die bereits erkennbare Signale vorhanden sind.
| Cluster | Schwerpunkte |
|---|---|
| 1. Sardisches Olivenöl B2B | Bio, Polyphenole, Qualität, Einkauf, Preislisten, Import, Gastronomie, Wiederverkauf |
| 2. Sardische Feinkost für Handel und Gastronomie | Sortiment, Kalkulation, Logistik, Menüeinsatz, Einkauf und Nachbestellung |
| 3. Getränke aus Sardinien | Mirto, Cannonau, Vermentino, Biowein, vegane Weine |
| 4. Professionelle Bezugsquellen | Großhandel, Produzenten, Import, Mindestmengen, Lieferfähigkeit, Dokumentation und Compliance |
Meine Aufgabe besteht jetzt also nicht darin, den Themenraum immer weiter auszudehnen. Ich will bestehende Seiten stärker miteinander verknüpfen, die bereits sichtbaren Cluster vertiefen und den professionellen B2B-Kontext deutlicher herausarbeiten.
Fazit
Die Strategie bekommt jetzt messbare Konturen
Für mich ist dieser Zwischenstand deshalb interessant, weil sich die theoretische Trennung aus meiner SEO- und GEO-Strategie erstmals praktisch beobachten lässt.
Die klassische Suchmaschinenoptimierung schafft bei Olio Sardelia gerade Reichweite, Indexierung und immer mehr Query-Zuordnungen. Parallel entsteht eine zweite Ebene: Einzelne Dokumente werden bereits von generativen Systemen für Antworten herangezogen.
Noch wäre es zu früh, daraus eine Erfolgsformel abzuleiten. Dafür ist die Domain zu jung, die Datenbasis zu klein und die Markenautorität noch zu schwach.
Aber genau deshalb werde ich die Strategie jetzt nicht neu erfinden. Der nächste sinnvolle Schritt ist Verdichtung: weniger neue Themenfelder, stärkere Cluster, bessere interne Verknüpfung und eine klarere B2B-Ausrichtung. Ob daraus in den nächsten Monaten gleichzeitig bessere Google-Rankings und stabilere KI-Zitationen entstehen, ist die eigentliche Frage dieses Experiments.