Strategie

Strategie

Es wäre reine Zeitverschwendung, mit dem Content-Aufbau anzufangen, ohne zuvor ein paar grundlegende Überlegungen angestellt zu haben, wie man potentielle Interessenten in den Suchkanälen  abholen kann. Dazu gehören vor allem Wissen über die  Zielgruppe  und eine Keyword-Strategie.

Erstellung eines Suchphrasen-Profils

  • Welche User gehören zu deiner Zielgruppe
  • Was könnte sie motivieren, deine Seite zu besuchen?
  • Welche Fragen könnten sie in Google stellen?
  • Analyse von Konkurrenzseiten (Benchmarking der Inhalte und Keywords)
  • Welche Suchwörter sind relevant und passen auch in dein Inhaltskonzept?

Die Fragen lassen sich recht gut beantworten, wenn du deine Zielgruppe und die Wettbewerber in dem Segment, das du mit deiner Website bedienen möchtest, ausreichend kennengelernt hast.

 Mögliches Suchverhalten der Zielgruppe

Dann stellt sich natürlich die Frage, wie deine Zielgruppe unterwegs ist und wie du auf deren Bedürfnisse eingehen kannst. Schau dir häufige Suchphrasen an die Google in den SERPs bekannt gibt, und forsche in dieser Richtung weiter.

  • Informationsorientierte Suche
    Der User recherchiert zu einem Thema, sucht die passendste Lösung zu einem Problem oder konkrete Antworten auf bestimmte Fragen. Dabei werden heute häufig längere Suchanfragen (zum Beispiel W-Fragen) verwendet. Keywords können mit Synonymen und weiteren verwandten Begriffen, die in den Kontext passen, ergänzt werden.
  • Navigationsorientierte Suche
    Bei navigationalen Suchanfragen hat ein User in der Regel schon eine konkrete Vorstellung davon, welche Website er erreichen möchte. So verwendet er als Suchbegriff beispielsweise den Namen einer Marke, ein bestimmtes Unternehmen, ebenso aber auch Einrichtungen oder Organisationen, in der Hoffnung, dass Google die Startseite der gewünschten Website anzeigt. Ein durchgängiges Branding auf der eigenen Website ist für diese Suche eine sinnvolle Strategie, um mehr Traffic zu erzeugen.
  • Transaktionsorientierte Suche
    Hierbei handelt sich um Suchanfragen, die entweder eine Kaufabsicht, den Abschluss eines Vertrags oder eine andere bereits geplante Transaktion erkennen lassen. Begriffe wie „kaufen“, „bestellen“ oder „herunterladen“, aber auch ein spezifischer Artikel, lassen auf eine transaktionsorientierte Suchanfrage schließen. Bei der Suche nach passenden Keywords, sollte man so granular wie möglich vorzugehen: Nischenthemen finden, hierfür passende Begriffe von möglichen Suchanfragen kombinieren und im Text der Landing-Page einbinden.

Keywords finden und bewerten

Bei der weiteren Keyword-Recherche stehen heute folgende Fragen im Raum:

  • Wie hoch ist das Suchvolumen?
  • Welche Suchbegriffe werden mit den Angeboten auf der eigenen Website assoziiert?
  • Welche Synonyme lassen sich verwenden
  • Und wie lassen sich Fachbegriffe und branchenspezifische Bezeichnungen sinnvoll umschreiben?

Starte in Google-Trends

Ein erster Schritt wäre es beispielsweise, einen Blick in Google-Trends zu werfen. Dort lassen sich bestimmte Interessen einsehen und über einen Zeitverlauf  verfolgen – global und lokal. Je nachdem, wie populär dein Thema schon ist, erhältst du für deine spätere Keyword- und Content-Planung  eine Richtung für die grundlegende Vorgehensweise. Je nach Thema darfst du nicht allerdings nicht zu viel erwarten. Hier ein Beispiel für das Interesse in Deutschland an Bandmitgliedern der “Rolling Stones”:

google Trends Rolling Stones in Deutschland
Immer noch gesucht – auch nach 56 Jahren im Business

Wenn du über kein professionelles Keyword-Tool verfügst, gibt es kostenlose Adressen von Google, wo du mit deinen Recherche weiterkommst.

  • Google Suggest und ähnliche Suchanfragen
    Mit Google Suggest sind die automatisierten Vervollständigungen von Google bei der Eingabe in die Suchmaske gemeint. Google möchte den Usern die Eingabe vereinfachen, was besonders für die mobile Suche sehr hilfreich ist. Die angezeigten Optionen zur Vervollständigung basieren auf häufig eingegebenen Suchanfragen. Entsprechend relevant können diese Vorschläge sein.
  • Keyword-Planer von Google-Ads (früher Google Adwords)
    Der Keyword-Planer von Google Ads ist häufig die erste Anlaufstelle. Im Planer erhältst du – anhand von Begriffen, einer Website-URL oder einer Kategorie – neue Keywordvorschläge. Das Tool eignet sich für den ersten Überblick und eine grobe Strukturierung von Keywords sowie Schätzungen des Suchvolumens von Keywords. Für den Keyword-Planer musst du dir allerdings einen Adwords-Account einrichten.Das Tool findest Du unter folgender Adresse:
    https://adwords.google.com/home/tools/keyword-planner/

Darüber hinaus nutze ich auch gerne zwei weitere kostenlose Tools bei der Keywordrecherche:

  • https://neilpatel.com/de/ubersuggest/Ein nützliches Tool für mehr Keyword-Ideen bietet Content-Marketing-Guru Neil Patel auf der eigenen Website. In „Ubersuggest“ lassen sich ebenfalls Keywordvorschläge gruppieren, selektieren und herunterladen.
  • https://answerthepublic.com/Das kostenlose Tool zeigt Dir häufig gestellte themenrelevante Fragen und Phrasen mit mehreren Sprachoptionen. Die Ergebnisse lassen visualisiert als Bild für eine Kundenpräsentation sichern und/oder als CSV-Datei downloaden.

Suchvolumen von Keywords beachten

Maßgeblich dafür, wie viele Besucher über einen Suchbegriff tatsächlich generiert werden,  ist in erster Linie das Suchvolumen. Eine Optimierung für ein Keyword, das zwar super rankt aber monatlich kaum  Suchanfragen bei Google hat, würde dir so gut wie keine Besucher bringen. Den Fokus solltest du daher immer auf das Suchvolumen setzen..

Welche Keywords könnten ebenso interessant sein?

Recherchiere auch, welche Begriffe unterschiedliche Nutzer verwenden könnten, um bestimmten Content auf Ihrer Website zu suchen. Nutzer mit einem großen Vorwissen werden wahrscheinlich andere Keywords benutzen als solche, die sich erstmals mit dem Thema beschäftigen.

Und was gibt der Wettbewerb preis?

Ebenso entdeckst du ähnliche Anbieter, die schon top ranken, die dich inspirieren können, wie der Content passend aufgebaut werden könnte. Und finde auch heraus, welche Themen häufig, selten oder noch gar nicht auftauchen. Letztere lassen sich hervorragend für das Besondere an deiner Website nutzen. Im Fachjargon spricht man von einem Alleinstellungsmerkmal bzw. USP – das steht für Unique Selling Proposition.

Recherchiere auch beliebte Suchphrasen

Wenn du mit deinen Themen und im Content entsprechend platzierten Suchphrasen die Erwartungen deiner Zielgruppe erfüllen willst, darfst du nicht nur auf einzelne Keywords und Keyword-Kombis setzen. Sinnvoll ist auch der Einbau von formulierten Fragen, denen im Text die passende Anwort folgt. Nicht umsonst füllen manche Website-Betreiber ganze Seiten mit W-Fragen: Was ist…, wer ist…, wo gibt es…, wie finde ich…usw. Deren wichtigstes Ziel ist es, über solche Inhalte, in der Google Suchergebnisseite  auf Position Null mit einem Featured Snippet zu ranken.

Featured Snippet zu : Wer ist Mick Jagger?

Gruppiere und erweite deine Keyword-Sets

Wenn du glaubst, genügend Keywords recherchiert zu haben, ist es an der Zeit, zu gewichten und gegebenenfalls auch auszusortieren. Manche verwenden dafür eine Excel-Tabelle, andere eine Pinwand.

  • Priorisiere deine wichtigsten Keywords
  • Suche neue Synonyme und artverwandte Begriffe zu bereits existierenden Keywords (auch mithilfe
  • von Brainstorming, Mindmaps).
  • Suchrelevante Begriffe findet man auch in der YouTube-Suche und in Videos.
  • Bilde W-Fragen zu Keywords und Nutze hierfür die oben genannten Tools.
  • Suche ähnliche Keyword-Ideen in externen Websites (Presse, Foren, Fachportale)
  • Gruppiere semantisch verwandte Keywords (z.B. im User-Kontext).
  • Entdecke Suchvolumen und Klickpotenziale im Keyword-Planer von Google Ads.
  • Vergleiche bestehende interne Keywords mit neuen Keywords
  • Erweitere ggf. Texte durch neue Themenblöcke mit suchrelevantem Inhalt

 

 

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