Content-Aufbau

Content-Aufbau

Inhalt mit Stil und aus einem Guss

Ist der Inhalt für meine Besucher interessant? Und verständlich für Durchschnittsmenschen? Oder  liest sich das eher wie eine Dissertation?

Inhalte sollte zum Thema der Website genauso wie zu den Erwartungen deiner Zielgruppe passen. Dazu zählt eine Sprache, die deine Besucher gut konsumieren können. Stell dir deine Zielgruppe vor, recherchiere nach ihren Ansprüchen, dann bekommst du ein Gefühl den passenden Content.

Egal, für welche Ansprache (Duzen, Siezen) du dich entscheidest und welches Wording du benutzt, bleibe konsistent bei diesem Stil.

Setze deine Keywords mit Bedacht und sparsam ein.  Durch eine zu hohe Keyword-Dichte wirken Texte künstlich und würden Besucher vergraulen.

Ein paar Faustregeln sind:

  • Text sollte unique sein und einen Mehrwert bieten
  • vermeide Wiederholungen, wenn sie nicht unbedingt erforderlich sind
  • Formuliere kurze Sätze, die sind besser lesbar
  • verwende nicht nur Keywords, sondern ergänze Synonyme und semantisch verwandte Begriffe

Wie viele Wörter braucht mein Text um zu ranken?

Eine Zeit lang war es in der Suchmaschinenoptimierung üblich, möglichst lange Texte zu präsentieren. Da wurden Inhalte, die man in ein paar kurzen Sätzen hätte erklären können, in epischer Breite ausgedehnt – nur damit man über 1000 Wörter kam, die das SEO-Tool der Wahl empfahl. Oder man wollt mit der Textmenge bestimmte Konkurrenzseiten überbieten.

Heute hingegen sind Textwüsten eher schädlich, weil User sehr bald die Geduld verlieren und abspringen könnten. Das gilt ganz besonders mobile Anwender.

Das Internet ist ein Zoo - Info-Grafik
Aus: journalismus-plus.de/optimieren/auf-die-laenge-kommts-nicht-an/

Also langweile deine Leser nicht mit ausufernden Beschreibungen, finde lieber einen Mehrwert, für den es sich lohnt auf der Seite zu bleiben. Beispielsweise mit auch mit Fotos, einer  Infografik oder einem coolen Youtube-Video, dass du an der richtigen Stelle einbettest.

Und die Gliederung nicht vergessen

User sind auf der Suche nach einer bestimmten Information. Diese sollten sie schnell finden. Das führt zu einem Erkenntnisgewinn. Der User wird neugierig und forscht bei dir weiter.

Vorteilhaft ist das Clustern von Topics – damit der Content später so organisiert ist, dass deine Besucher klar erkennen, an welcher Stelle ein bestimmtes Thema endet und ein neues beginnt.

Durch eine logisch aufbereitete Strukturierung des Contents hilfst du deinen Lesern, die gewünschte Information rasch zu finden.

Inhaltliche Gliederung mit Überschriften: H1-H6

Überschriften sind hilfreich für die sauber geordnete Content-Gliederung. Google wertet Überschriften aus, weshalb immer noch von vielen SEOs gefordert wird, Überschriften unbedingt mit Keywords zu bestücken. Allerdings steht heute die holistische Betrachtung des Contents im Vordergrund und nicht die Anzahl von Keywords. Daher gilt auch hier: Dort, wo es für das bessere Verständnis des Textes sinnvoll ist, dürfen Keywords stehen, aber nicht auf Biegen und Brechen.

Es gibt eine Hauptüberschrift, den Titel der Seite – das ist die H1.

Diese sollte auf jeder Seite nur einmal vorkommen und möglichst die erste Überschrift sein.  Heute empfiehlt sich folgende Vorgehensweise:

  • Jede Seite sollte nur eine H1-Überschrift haben.
  • Die Überschrift sollte aus einem natürlichen Satz bestehen – nicht zu lang, nicht zu kurz.
  • Im Satz sollte das Keyword möglichst weit vorn stehen.

Die Auszeichnungen H2 bis H6 sind Zwischenüberschriften für weitere Abschnitte im Text. Die Ordnung ergibt sich aus dem Inhalt.

Überschriften der Ordnung H2 bis H6

Die Auszeichnung H2 verwendet man für Zwischenüberschriften der nächsten Rangordnung. Auch diese Überschriften können Bedeutung erlangen, aus dem Grund ist die Verwendung des H2-Tags durchaus empfehlenswert.

  • Seiten mit mehreren Abschnitten können auch mehrere H2-Überschriften enthalten.
  • Die H2-Überschrift sollten aus einer aussagefähigen Satzphrase bestehen und nicht nur aus einem Begriff.
  • Keywords können eingebunden werden, sind aber kein Muss.
  • Die Länge richtet sich nach der Aussage.

Bei längeren Texten kann es  sinnvoll sein, auch weiter untergeordnete Überschriften (H3, sehr selten H4) einzusetzen. Die Gewichtung und ihre SEO-Wirkung der enthaltenen Wörter nimmt allerdings von Ebene zu Ebene ab.

Weitere semantische Auszeichnungen in HTML

Durch die Auszeichnung fett und kursiv kannst du  Begriffe (auch Keywords), die für den Leser von Bedeutung sein könnten, im Text hervorheben. Suchmaschinen erkennen diese Auszeichnung ebenfalls und gewichten diese Begriffe stärker. Allerdings sollte man mit Auszeichnungen sparsam umgehen, um eine optimale Gewichtung zu erzielen.

Listen für (mobile) Querleser

Um dem User einen schnellen Überblick zu ermöglichen, bieten sich Auflistungen als ein weiterer Seitenbaustein an. Listen können Sie geordnet aufzählen (1. 2. 3.)oder ungeordnet mit Bullet-Points auszeichnen.

Textlinks und Ankertext

Ankertexte – das sind die anklickbaren Worte in einem sichtbaren Link (die Verknüpfung mit einem anderen Dokument).

Der Ankertext zeigt Nutzern und Google etwas über die Seite, zu der verlinkt wird, mit. Links auf Ihrer Seite können intern sein, also zu anderen Seiten innerhalb Ihrer Website führen, oder zu externen Sites verlinken.

In beiden Fällen gilt: Je treffender der Ankertext ist, desto einfacher fällt den Usern die Navigation – und desto besser versteht Google, wovon die Seite, auf die verlinkt wird, handelt und wie relevant der Link ist.

Sprungmarken als Leitsystem durch deinen Content

An dieser Stelle komme ich auf eine interne Textverlinkung, die zu weiterführenden Informationen führt. Ich meine die Sprungmarken, wie sie oft Wikepedia verwendet werden. Oben ein kurzer Abschnitt für den Einstieg. Dort findest du nur die wichtigsten Infos – mehr zu lesen gibt es über die unterschiedlichsten Texlinks

Text im Alt-Attribut für Fotos und Grafiken

Das sogenannte Alt-Attribut ist sinnvoll sowohl für Suchmaschinen als auch User. Durch den Alternativtext erhält Google eine Erklärung des Bildinhalts. Anhand dieser Informationen wird das relevanteste Bild als Ergebnis zu einer bestimmte Suchanfrage  ermittelt.

Natürlich kannst du im Alt-Tag auch passende Keywords integrieren, wichtig aber ist, dass der tatsächliche Bildinhalt im Text beschrieben wird.

Beitrag zur Barrierefreiheit

Denn Usern mit einer starken Sehbehinderung, welche Sprachausgabeprogramme einsetzen müssen oder eben alle, die noch über schlechte Internet-Verbindungen verfügen – wird möglicherweise im Browser kein vollständiges Bildmaterial angezeigt werden. Ein entsprechender Alternativtext liefert diesen Nutzern dazu relevante Informationen.

Noch ein paar Tipps für die Optimierung von Bildern

  • Der Dateiname Ihres Bildes sollte aussagefähig sein und direkten Bezug zum Motiv haben.
  • Die ideale Dateigröße beträgt etwa 150 KB pro Bild und sollte 200 KB nicht übersteigen, als Richtwert kann man 60.000 Pixel als Mindestgröße ansetzen
  • Das Bildformat 4:3 ist am beliebtesten und daher empfehlenswert
  • Schreiben Sie relevante Informationen in das Alt-Attribut zu Ihren Bildern.
  • Bilder-Sitemap-Datei erstellen (bzw.prüfen). Diese kann dem Googlebot mehr
  • Informationen über die Bilder, die er auf eurer Website findet, liefern. Ihre Struktur ist ähnlich der einer XML-Sitemap für HTML-URLs.

 

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