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Was ist Offpage (Offsite)-Optimierung?

Wie die Bezeichnung “Offpage” schon verrät, fallen darunter solche Optimierungsstrategien- und -maßnahmen, die nicht auf der eigenen Website, sondern extern stattfinden. Denn Google verwendet zahlreiche Faktoren außerhalb deiner Website, um zu bestimmen, ob und wo Webseiten gerankt werden. Daher ist es sinnvoll, für diese Bereiche deine SEO-Brille aufzusetzen.

  1. Bedeutung von Backlinks
  2. Linkaufbau früher
  3. Penguin und Penalty
  4. Links für neue Sites
  5. Social signals
  6. Branchenverzeichnisse

Die wichtigsten externen Rankingfaktoren

  • Domain-Autorität: Qualität und Anzahl eingehender Backlinks  zusammen mit dem PageRank – jeweils auf Domainebene
  • Page-Autorität / Keyword-Relevanz:  Dazu gehören die Quantität und Qualität der Backlinks auf Seitenebene, Verteilung von Aktertexten, PageRank und TrustRank auf Seitenebene
  • Brand-Autorität/Reputation: Nennung eines Unternehmens bzw. einer Marke in den Medien (Presse, Portale), Suchvolumen für Brand-Keywords (z.B. BMW,Zalando)

Die Bedeutung von Backlinks

Backlinks sind von externer Seite eingehende Links, sie dominierten einst die Offpage-Strategien und gelten noch immer als ein enorm wichtiger SEO-Faktor. Ihre Anzahl und Qualität sind ein Indiz für die Bewertung einer Website und deren Ranking. Entsprechend bedeutsam ist das Link-Building als Teil der Suchmaschinenoptimierung.

Google ewartet natürlichen Linkaufbau

Google vertritt hingegen die Auffassung, dass Backlinks nicht “optimiert” werden sollten, das auch mit der Erwartung, dass Links im Laufe der Zeit von Usern gesetzt werden, wenn diese eine Website positiv bewerten. Nur weiß jeder, der schon einmal mit seinem Webauftritt bei Null angefangern hat, dass das so nicht funktionieren kann, solange die bestreffende Website noch nicht genügend Traffic hat. Daher ist es beim Aufbau von Backlinks ratsam, die aktuellen Richtlininien von Google zu beachten.

Das war früher einmal ganz anders…

Linkaufbau in der Vergangenheit

Ein Hauptgrund für den immensen von Erfolg von Google war der sogenannte PagePank-Algorithmus. Dabei handelt es sich um ein spezielles Bewertungsverfahren, welches unter anderem von Larry Page entwickelt und patentiert wurde – daher auch der Name.

Der PageRank ist ein Prinzip, nach dem sich  die Linkpopularität von Internetdokumenten berechnen und bewerten lässt. Und zwar so: Je mehr Links auf eine Website verweisen, desto mehr Bedeutung (man sprach auch vom Gewicht) wird ihr zuerkannt. Je mehr  Seiten mit Links auf eine bestimmte Website verweisen, desto positiver ist die gesamte Wirkung auf das Ranking. Der PageRank von Websites wurde in der Google-Toolbar auf einer Skala von 0 bis 10 offen dargestellt.

Mit diesem Bewertungsverfahren war Google anderen Suchmaschinen weit überlegen. Einige Jahre galt der Pagerank als zuverlässiger Indikator für die Relevanz der Website bei einer Suche, entsprechend konnten sich deren Rankings entwickeln. Nach und nach kamen Internetprofis und aufs Online-Geschäft spezialisierte Marketingagenturen auf den Plan, welche die wirtschaftliche Bedeutung und  Optimierungspotenziale erkannten. Auf diese Weise wurden Backlinks einer zur tragenden Säule des Online-Marketings und für diesen Zweck manipuliert.

Künstlicher Linkaufbau wird abgestraft

In der Vergangenheit sprach man im Zusammenhang mit Offpage-SEO daher über künstliches Generieren von Links. Noch vor etwa 10 Jahren investierten die meisten Websitebetreiber relativ wenig in die Qualität der eigenen Website, umso mehr aber in den Aufbau von Backlinks durch  Tauschen, Mieten und Kaufen. Über inhaltlich wertlose Portale, Blogs und Microsites, in denen Money-Keywords verlinkt waren, wurden deren Internetauftritte in die oberen Rankingpositionen gedrückt. Völlig wertlose Websites konnten mit  entsprechender Backlinkpower für häufig gesuchte Branchen-Keywords ohne viel Mühe die obersten Plätze einnehmen.

Das funktionierte, bis Google (2012) mit dem Penguin-Update den Link-Spammern den Kampf ansagte. Infolge neuer wirksamer Filter verschwanden ganze Websites aus dem Index oder wurden durch manuelle Maßnahmen empfindlich degardiert.

Da derartige Angebote weiterhin im Internet zu finden sind, möchte ich an dieser Stelle ausdrücklich davor warnen, Linkpakete zu kaufen. Im günstigsten Fall können diese zwar auch noch heute zu einem kurzfristigen Website-Boosting führen, denn diese Links werden von Google & Co. heute schnell identifiziert und die entsprechenden Seiten empfindlich abgestraft. Lass es also lieber bleiben.

Offpage-Tipps für den jungen Webauftritt

Grundsätzlich hast du folgende Spielwiesen für eine Google-kompatible Offpage-Optimierung:

  • Verzeichniseinträge
  • Pressearbeit (PR)
  • Content Marketing (Gastbeiträge
  • Social Signals (Youtube, Facebook, Twitter etc.)

Bedeutung von Social Signals

Die Wirkung von Social Signals auf das Ranking in Suchmaschinen wird kontrovers bewertet.  Ich gehe davon aus, dass die Rechnung aufgeht, sofern man eine klare Linie verfolgt.Wenn du deinen Auftritt gerade gestartet hast, kannst du durchaus versuchen, deine Inhalte in den Social Media-Kanälen bekannt zu machen. Mit meiner Stadttauben-Site bin ich so vorgangen.

Ich suchte mir in Facebook themenrelevante Gruppen, beteiligte mich an Diskussionen und postete dort ebenso Webeiten und Beiträge aus meinem Blog. Ebenso erstellte ich Videos,  die in Youtube gesposten und auf die Website verlink wurden. Twitter, Pinterest und Instagram sind sicherlich auch interessant, allerdings halte ich diese Kanäle für meine Zielgruppe nicht so passend. Das kann sich bei dir natürlich ganz anders verhalten

Einträge in Branchenverzeichnissen

Wenn du eine Site für dein Unternehmen oder eine freiberufliche Tätigkeit erstellt hast, kannst du deinen Aktionsradius erweitern, in dem du die Firmeninfos für die lokale Suche in  Google optimierst und Branchenverzeichnisse nutzst. Einige sind komplett kostenlos, andere nicht, aber möglicherweise trotzdem lohnenswert:

  • Google My Business (ideal für Google Maps und Local SEO, nur ein Google Account ist erforderlich)
  • Bing Places, Apple Maps (ähnlich wie GMB)
  • Infobel Germany (nur in der Basic-Version kostenlos)
  • Das Örtliche
  • Kennst du einen
  • Yelp
  • Gelbe Seiten

 

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