Über viele Jahre galt im SEO eine einfache Grundregel: Wer im Wettbewerb die richtigen Keywords priorisiert und sauber platziert, konnte in den Suchergebnissen sichtbar werden. Der Weg funktioniert jedoch immer schlechter. Nicht, weil Keywords völlig bedeutungslos geworden wären, sondern weil sie nicht mehr ausreichen, um Relevanz, Qualität und Vertrauenswürdigkeit zu beurteilen.
Das Ende der reinen Keyword-Logik
Spätestens mit den AI Overviews und der stärkeren Nutzung von KI-gestützten Bewertungssystemen bei Google verschiebt sich der Fokus deutlich. Suchmaschinen versuchen nicht mehr nur zu verstehen, worüber eine Seite spricht, sondern vor allem, wer spricht, mit welcher Erfahrung und ob diese Information vertrauenswürdig ist. Genau hier setzt das Google’s E-E-A-T-Konzept an.
Keywords lassen sich relativ einfach recherchieren und reproduzieren. Erfahrung, Fachwissen und Vertrauen hingegen nicht. Genau deshalb gewinnen sie für Suchmaschinen zunehmend an Bedeutung. Systeme, die Inhalte mithilfe von Large Language Models analysieren, sind sehr gut darin, oberflächliche Texte von echten, erfahrungsbasierten Inhalten zu unterscheiden.
Besonders der neue Faktor Experience verändert die Spielregeln. Inhalte, die erkennbar aus praktischer Anwendung und konkreten Problemstellungen entstehen, heben sich deutlich von generischen Texten ab. Eine Seite kann alle relevanten Keywords enthalten – wenn sie jedoch keinen Mehrwert aus realer Erfahrung bietet, verliert sie langfristig an Sichtbarkeit.
Warum Keywords allein keine Relevanz mehr garantieren
Klar ist: Keywords bleiben ein wichtiges Signal, aber sie sind nur noch ein Einstiegspunkt für das Verstehen eines Themas, nicht mehr der Maßstab für Qualität. Moderne Suchsysteme analysieren Inhalte holistisch. Sie bewerten Zusammenhänge, Argumentationslogik, Konsistenz und Tiefgang.
Ein typisches Problem vieler SEO-Texte besteht darin, dass sie zwar thematisch korrekt sind, aber austauschbar wirken. Genau hier steigt E-E-A-T ein. Wenn ein Text keine erkennbare Perspektive, keine eigene Einordnung und keine fachliche Tiefe besitzt, fehlt ihm die Autorität. Für Nutzer – und für KI-gestützte Suchsysteme – entsteht dann kein Grund, genau diesen Inhalt zu bevorzugen.
Hinzu kommt, dass AI Overviews Inhalte häufig zusammenfassen statt verlinken. Nur Seiten, die als besonders vertrauenswürdig und zitierfähig gelten, haben überhaupt eine Chance, dort als Quelle aufzutauchen. Keyword-optimierte Standardtexte erfüllen diese Anforderung in der Regel nicht.
E-E-A-T als Antwort auf KI-generierte Inhalte
Mit der massenhaften Verfügbarkeit von KI-Texten ist ein neues Qualitätsproblem entstanden. Inhalte lassen sich heute schnell, günstig und in großen Mengen produzieren. Für Suchmaschinen bedeutet das: Sie müssen stärker filtern, welche Inhalte tatsächlich hilfreich sind. Reine Keyword-Texte ohne erkennbare Verantwortung oder fachliche Einordnung fallen dagegen durchs Raster.
E-E-A-T dient als eine Art Qualitätsanker
Texte, die auf überprüfbarer Expertise basieren, einen klaren Autor, eine nachvollziehbare Quelle und konsistente Aussagen besitzen, lassen sich deutlich besser einordnen. Entscheidend dabei ist, wer die inhaltliche Verantwortung trägt und ob der Content echte Kompetenz widerspiegelt. E-E-A-T ist damit kein Anti-KI-Signal, sondern ein Signal für menschliche Qualitätssicherung.
Sichtbarkeit entsteht durch Vertrauen, nicht durch Wiederholung
Für dich bedeutet das: setze weniger Fokus auf bloße Optimierung, mehr Fokus auf echte inhaltliche Qualität. Denn am Ende gilt: Suchmaschinen werden immer besser darin, das zu erkennen, was Nutzer schon lange erwarten – Inhalte, denen man vertrauen kann. Dazu gehören nicht nur gute Texte, sondern auch transparente Autoreninformationen, konsistente Themencluster, eine klare inhaltliche Linie und nachvollziehbare Expertise. Keywords können all das nicht ersetzen.