WordPress lokal und beim Provider installieren

Bildquelle:ChatGPT

Vorwort:

Natürlich gibt es im Netz schon unzählige Tutorials und Hilfestellungen rund um WordPress. Warum also noch eins mehr? Ganz einfach: Für mich wäre diese Website nicht komplett, wenn ich nicht auch ein paar Worte zur WordPress-Installation verlieren würde. Außerdem hoffe ich, an der einen oder anderen Stelle Erklärungen liefern zu können, die sonst oft zu kurz kommen oder gar nicht erwähnt werden.

Und jetzt zur WordPress-Installation

Nicht jeder möchte seine Website oder seinen Blog sofort live im Internet einrichten. Viele starten lieber erst einmal lokal auf dem eigenen Rechner – und das hat gute Gründe. In einer lokalen WordPress-Installation kann man ganz entspannt experimentieren, Einstellungen testen, Themes ausprobieren oder Plugins installieren, ohne etwas „kaputtzumachen“.

Warum eine lokale Installation?

Eine lokale WordPress-Version ist nicht nur zum Lernen praktisch, sondern auch später extrem nützlich. Ich selbst nutze sie gerne als sichere Spielwiese und Backup-Umgebung. Nach größeren Änderungen an der Live-Website erstelle ich eine Sicherung und importiere diese in mein lokales WordPress. So kann ich in Ruhe weiterarbeiten, testen oder optimieren – ganz ohne Druck.

Wissen ist Macht

Das technische Fundament für WordPress bilden PHP als Skriptsprache und das Datenbank-System MySQL. Solltest du ein absoluter Neuling im Thema sein, dann schadet es nicht, sich in folgende Themen etwas einzulesen:

Da ich selbst mit PC und Windows arbeite, nutze ich Xampp als lokalen Server. Viele Mac-User ziehen hingegen Mamp vor. In Youtube findest du sicher viele Meinungen dazu. Feel free….

In einer lokalen Serverumgebung

Egal, welche Variante du nun für eine Testinstallation einsetzen willst, die Schritte sind sehr ähnlich.

  1. Du installierst die Server-Software deiner Wahl und die aktuelle WordPress-Version
  2. Du entpackst die Zip-Datei und alle WordPress-Dateien. Benenne das Verzeichnis (WordPress oder ein beliebiger anderer Name) und lege es in das Verzeichnis „htdocs“ des localen Webservers
  3. Du öffnest deinen lokalen Server und richtest dir eine Datenbank ein (DB-Name, User + Passwort). Standardmäßig heißt der User „root“, ob und welches Passwort du verwenden willst, bleibt dir überlassen.
  4. Dann kommt die Installation.
  5. Starte das Control Panel für Mamp (Xampp) und gib im Browser mit „localhost“den Pfad zur lokalen Serverumgebung und zum Verzeichnis „htdocs“ ein. Wenn es „wordpress“ heißt sieht der Pfad dann so aus: „localhost/wordpress“. Die Installationsroutine öffnet sich und kannst loslegen.
  6. Gib die angeforderten Einträge ein: Datenbank, User, Passwort etc. Diese werden übrigens in der Datei „wp-config“ gespeichert.

Solltest du mit meinen Vorschlägen nicht glücklich werden, google einfach oder suche in Youtube. Dort ist die Auswahl an guten Infos mehr als reichlich.

Schnellinstallation beim Hosting-Anbieter

Video-Tutorial zur Installation für PC und MAC

Manchmal will man sich eine WordPress-Website rein zu Übungszwecken auf dem eigenen Rechner installieren. Für den Fall bietet sich eine Server-Software wie Xampp oder Mamp an.  So geht’s:

Du brauchst lokal auf deinem Rechner:

  • Webserver → Apache
  • Programmiersprache → PHP (aktuelle Version PHP 8.1)
  • Datenbank → MySQL / MariaDB
  • WordPress → läuft darauf

Das übernehmen XAMPP (Windows & Mac) oder MAMP (Mac, auch Windows).

Schritt 1: Server-Software installieren

  • Option A: XAMPP (Windows & Mac) – gehe auf: https://www.apachefriends.org
  • Lade XAMPP für dein Betriebssystem herunter
  • Installieren (Standardoptionen reichen)
  • Starte das XAMPP Control Panel
  • Aktiviere Apache und MySQL
  • Option B: MAMP (Mac, optional Windows)
  • Gehe auf: https://www.mamp.info
  • Lade MAMP (Free-Version reicht)
  • Installieren und starten
  • Server starten (Apache & MySQL)

Schritt 2: WordPress herunterladen

  • Öffne: https://wordpress.org/download
  • Lade die aktuelle WordPress-Version
  • ZIP-Datei entpacken
  • Schritt 3: WordPress lokal ablegen  ->
  • hier im XAMPP Ordner: C:\xampp\htdocs\
  • Erstelle z. B.  dort:  htdocs\wordpress
  • Kopiere alle WordPress-Dateien hinein
  • hier in MAMP Ordner: /Applications/MAMP/htdocs/
  • Auch hier erstellen:  htdocs/wordpress

Schritt 4: MySQL-Datenbank anlegen

Browser öffne als localhost aufrufen:

  • XAMPP: http://localhost/phpmyadmin
  • MAMP: http://localhost/phpMyAdmin

Neue Datenbank erstellen:

  • Name z. B.: wordpress_local
  • Zeichensatz: utf8mb4_general_ci

Merke dir unbedingt:

  • Datenbankname
  • Benutzer: meist root (Default)
  • Passwort kannst erstellen oder auch nicht, wenn du allein Admin an deinem Rechner bist.

Schritt 5: WordPress Installation starten

  • Browser öffnen und http://localhost/wordpress aufrufen
  • Sprache wählen
  • Datenbankdaten eingeben:
  • Datenbankname: wordpress_local
  • Benutzername: root
  • Passwort: (leer oder root)
  • Host: localhost
  • Installation starten

Schritt 6: WordPress einrichten

Seitentitel festlegen

  • Benutzername & Passwort setzen
  • E-Mail-Adresse eingeben
  • Fertig
  • Danach kannst dich einloggen unter: http://localhost/wordpress/wp-admin

Last but not least: Häufige Anfängerfehler sind:

  • Apache oder MySQL nicht gestartet
  • Falscher Ordner (htdocs vergessen)
  • Falsches MySQL-Passwort
  • Port-Konflikte (bei MAMP/XAMPP → Einstellungen prüfen)

WordPress beim Hoster installieren

Meine WP-Websites hoste ich bei Münnich Media (allinkl.com), wo ich die unterschiedlichsten Software-Installationen mit wenigen Schritten durchführen kann.

Wie das dort funktioniert, zeige ich dir folgenden Abschnitt, ich bin mir aber sicher, dass andere Provider ähnliche Routinen anbieten.

Finde das richtige Webspace-Angebot für dein WordPress-Projekt

Im Internet findest du massig Angebote für alle Hosting-Wünsche. Egal wie schmal dein Budget auch sein mag, was du mindestens im Paket für WordPress enthalten sein sollte, ist:

  • eine eigene Domain (empfehlenswert)
  • Webspace-Paket inklusive genügend Speicherplatz
  • PHP und MySQL-Datenbank
  • Datentransfer-Flat wäre optimal
  • SSL (für Https – sehr wichtig, schau deshalb, ob der Hoster ein kostenloses Zertifikat wie Let’s Encrypt anbietet)

Vorbereitung: Vor der Software-Installation erstelle ich zuerst eine neue Datenbank mit User und Passwort in vier Schritten.

Datenbank beim Provider anlegen Schritt 1

 

Datenbank anlegen Schritt 1:

Datenbank beim Provider anlegen
Datenbank anlegen Schritt 2:

Datenbank beim Provider anlegen Schritt 3

Im Anschluss wähle ich unter Software-Installation WordPress (derzeit 5.2.4) aus

Ich  muss eine Domain/Subdomain auswählen und den Pfad zu WordPress festlegen. Wenn du kein Unterverzeichnis willst, dann setze einfach nur ein „/“.

Im nächsten Step wähle ich die Datenbank aus.

Jetzt trage ich meine gewünschten Login-Daten (User, Passwort) und lege eine E-Mail-Adresse für die Adminverwaltung mit WordPress fest. Natürlich muss man noch die Lizenzbedingungen bestätigen und einwilligen, dass die Installation auf eigene Gefahr erfolgt. Ja – und das war es schon.

Den Admin-Bereich von WordPress erreiche ich immer über: „meine-domain.de/wp-login“, wo ich mich dann einloggen kann.