Header-Bild:ChatGPT
Die Keyword-Recherche bildet die Grundlage für nahezu alle strategischen SEO-Entscheidungen. Wenn du verstehst, wonach deine Nutzer suchen und aus welchem Grund sie es tun, kannst du Inhalte gezielt so aufbauen, dass sie relevante Fragen beantworten und echte Probleme lösen. Genau dadurch entstehen Inhalte, die langfristig funktionieren.
Dieses Fazit macht deutlich, warum Keyword-Recherche nicht nur der Einstieg in SEO ist, sondern das strategische Fundament für nachhaltigen SEO-Erfolg bildet.
Innerhalb deiner SEO-Strategie beschäftigst du dich daher sehr früh mit der Keyword-Recherche. Dennoch wird sie häufig immer noch auf das bloße Sammeln möglichst oft gesuchter Begriffe reduziert. In der Praxis geht es jedoch um weit mehr: Bei der Keyword-Recherche lernst du, wie deine Zielgruppe denkt, sucht und ihre Fragen formuliert. Dieses Verständnis ist entscheidend, um Inhalte zu erstellen, die nicht nur gefunden werden, sondern auch überzeugen.
Warum deine KW-Recherche der wichtigste SEO-Hebel ist
Viele SEO-Projekte scheitern nicht an Technik oder Onpage-Maßnahmen, sondern daran, dass Inhalte an den Bedürfnissen der Nutzer vorbeigehen. Genau hier setzt deine Keyword-Recherche an. Sie hilft dir, Inhalte nicht nach Gefühl zu erstellen, sondern auf echter Nachfrage aufzubauen. Eine saubere Keyword-Recherche sorgt dafür, dass:
- Content exakt auf Nutzerfragen ausgerichtet ist
- Keyword-Kannibalismus vermieden wird
- Content-Silos logisch aufgebaut werden
- Rankings stabil und skalierbar wachsen
Ohne KW-Recherche optimierst du ins Blaue. Mit KW-Recherche optimierst du nachfragebasiert.
Die 4 Suchintentionen verstehen
Nicht jede Suchanfrage verfolgt dasselbe Ziel. Manchmal willst du etwas lernen, manchmal vergleichen und manchmal direkt handeln. Suchmaschinen erkennen diese Absichten sehr genau – und erwarten von deinen Inhalten, dass sie dazu passen. In diesem Abschnitt erfährst du, welche vier Suchintentionen es gibt und warum selbst gute Inhalte nicht ranken, wenn sie die falsche Nutzerabsicht bedienen.
1. Informational – der Nutzer will verstehen
Bei informationalen Suchanfragen sucht der Nutzer nach Wissen, Erklärungen oder Hintergrundinformationen. Er möchte ein Thema begreifen oder eine konkrete Frage beantwortet bekommen.
Typische Beispiele sind:
- „Was ist Keyword-Recherche?“
- „Wie funktioniert SEO?“
- „Keyword-Recherche Schritt für Schritt“
Das bedeutet:Wenn du hier versuchst, direkt zu verkaufen oder nur oberflächliche Antworten lieferst, wird dein Inhalt die Nutzererwartung verfehlen.
2. Commercial – der Nutzer will vergleichen
Bei kommerziellen Suchanfragen befindet sich der Nutzer in einer Entscheidungsphase. Er weiß, dass es Lösungen gibt, möchte diese aber vergleichen, bewerten oder besser verstehen.
Beispiele:
- „Bestes Keyword-Tool“
- „Keyword-Recherche Tools Vergleich“
- „Ahrefs vs. Semrush“
Das bedeutet: Hier erwarten Nutzer strukturierte Vergleiche, Vor- und Nachteile und Orientierung – keine reinen Produktbeschreibungen.
3. Transactional – der Nutzer will handeln
Bei transactional Keywords ist die Absicht klar: Der Nutzer möchte etwas tun, kaufen, buchen oder herunterladen.
Beispiele:
- „Keyword-Tool kaufen“
- „Semrush Testversion“
- „SEO-Tool kostenlos testen“
Das bedeutet: Wenn du bei solchen Suchanfragen nur erklärenden Content lieferst, wirst du kaum überzeugen – hier zählen klare Angebote, CTAs und konkrete nächste Schritte.
4. Navigational – der Nutzer sucht gezielt
Bei navigationalen Suchanfragen weiß der Nutzer bereits, wohin er möchte. Er nutzt die Suchmaschine lediglich als Wegweiser.
Beispiele:
- „Google Keyword Planner Login“
- „Ahrefs Dashboard“
Gut zu wissen: Für diese Art von Suchanfragen ist es meist schwer, mit allgemeinem Content zu ranken, da Nutzer eine ganz bestimmte Seite erwarten.
Warum falsche Suchintention zu schlechten Rankings führt
Wenn jemand eine Suchanfrage stellt, hat er eine konkrete Erwartung. Klickt er auf ein Suchergebnis und findet dort nicht das, was er gesucht hat, kehrt er schnell wieder zu den Suchergebnissen zurück. Für Suchmaschinen ist das ein deutliches Signal: Dieser Inhalt hat die Nutzerabsicht nicht erfüllt.
Suchmaschinen bewerten Inhalte nicht nur nach Keywords, sondern danach, wie gut sie die Nutzerabsicht erfüllen. Wenn dein Content eine andere Intention bedient als die Mehrheit der Suchergebnisse, sendest du widersprüchliche Signale.
Typische Folgen sind:
- kurze Verweildauer
- hohe Absprungraten
- niedrige Klickrate
- sinkende Rankings
Deshalb solltest du vor dem Schreiben immer prüfen, welche Art von Inhalt in den Suchergebnissen dominiert – und dich bewusst dafür entscheiden, diese Erwartung besser zu erfüllen als die Konkurrenz.
Der heutige Ablauf der KW-Recherche
Keyword-Recherche ist kein Zufallsprozess und auch kein reines Tool-Thema. Wenn du sie strukturiert angehst, sparst du Zeit, triffst bessere Entscheidungen und vermeidest typische SEO-Fehler.
Themen-Seed definieren
Ein Themen-Seed (auch Seed Keyword oder Root Keyword genannt) ist ein zentraler Begriff oder eine kurze Wortgruppe, die ein übergeordnetes Thema beschreibt. Er dient als Ausgangspunkt für die Keyword-Recherche im Online-Marketing und hilft dir dabei, den thematischen Rahmen deiner Inhalte festzulegen. In der Regel handelt es sich um relativ allgemeine Begriffe mit hohem Suchvolumen, die meist aus ein bis zwei Wörtern bestehen.
Auf Basis eines Themen-Seeds entwickelst du anschließend spezifischere Suchanfragen, sogenannte Long-Tail-Keywords. Diese bilden die Grundlage für einzelne Inhalte und ermöglichen es dir, Nutzerfragen gezielt zu beantworten.
Bevor du mit der eigentlichen Keyword-Recherche beginnst, brauchst du daher ein klares Thema. Der Themen-Seed legt fest, welches Problem du für deine Nutzer lösen möchtest und in welchem thematischen Kontext du dich bewegst. Überspringst du diesen Schritt, verlierst du schnell den Fokus und sammelst Keywords, die nicht zusammenpassen oder keine klare inhaltliche Richtung haben.
1. Keyword-Ideen sammeln
In dieser ersten Phase geht es darum, möglichst viele relevante Suchanfragen zu sammeln – ohne sie direkt zu bewerten. Du willst verstehen, wie Nutzer ihr Problem in Worte fassen und welche Begriffe sie tatsächlich verwenden.
In diesem Abschnitt zeige ich dir, woher du gute Keyword-Ideen bekommst und warum es wichtig ist, zunächst breit zu denken, statt zu früh auszusortieren.
2. Keywords bewerten
Nicht jedes Keyword, das gesucht wird, ist automatisch sinnvoll für dein Projekt. Deshalb folgt nach der Sammlung die Bewertung. Dabei geht es nicht nur um Suchvolumen, sondern auch um Wettbewerb, Suchintention und Relevanz für dein Ziel.
3. Keywords clustern
Suchmaschinen erwarten heute Inhalte, die ein Thema ganzheitlich abdecken. Genau deshalb ist es wichtig, Keywords nicht isoliert zu betrachten, sondern sinnvoll zu gruppieren.
In diesem Abschnitt erfährst du, wie du Keywords zu Clustern zusammenfasst, Haupt- und Nebenkeywords definierst und vermeidest, dass sich mehrere Seiten gegenseitig Konkurrenz machen.
4. Keywords strategisch zuordnen
Der eigentliche Wert der Keyword-Recherche entsteht eigentlich erst dann, wenn du Keywords gezielt einsetzt. Jetzt entscheidest du, welche Seite welches Thema abdeckt und welche Rolle sie im Gesamtkonzept spielt.
In diesem Abschnitt lernst du, wie du Keywords strategisch Seiten zuordnest und damit eine klare, skalierbare Content-Struktur aufbaust.
Die KW-Recherche für Content-Silos
Wenn du langfristig erfolgreich ranken willst, reicht es nicht aus, einzelne Artikel zu veröffentlichen. Suchmaschinen bevorzugen Websites, die ein Thema umfassend, strukturiert und nachvollziehbar abdecken. Genau an diesem Punkt kommen Content-Silos ins Spiel.
Ein Content-Silo ist ein thematisch geschlossener Inhaltsbereich, der aus einer zentralen Übersichtsseite (Pillar-Page) und mehreren vertiefenden Unterseiten besteht. Alle Inhalte eines Silos sind inhaltlich eng miteinander verknüpft und über interne Links klar verbunden. Ziel ist es, Suchmaschinen zu zeigen, dass deine Website zu einem bestimmten Thema echte Expertise und Tiefe besitzt.
Diese Art der Keyword-Recherche bildet die Grundlage für den Aufbau eines solchen Silos. Statt einzelne Keywords isoliert zu betrachten, analysierst du dabei komplette Themenfelder. Du identifizierst ein übergeordnetes Hauptkeyword, das sich für eine Pillar-Page eignet, und ergänzt es durch zahlreiche spezifischere Keywords, die als Cluster-Inhalte umgesetzt werden.
Durch diese Struktur erreichst du mehrere Dinge gleichzeitig:
Du deckst unterschiedliche Suchanfragen und Suchintentionen ab, vermeidest Keyword-Kannibalismus und sorgst dafür, dass deine Inhalte sich gegenseitig stärken. Die Pillar-Page gibt den thematischen Rahmen vor, während die Cluster-Artikel einzelne Aspekte vertiefen und gezielt Nutzerfragen beantworten.
Mit jeder zusätzlichen, sinnvoll integrierten Cluster-Seite wächst die thematische Relevanz deines Silos. Suchmaschinen erkennen dadurch, dass du ein Thema nicht nur oberflächlich behandelst, sondern ganzheitlich verstehst. Genau so entsteht Schritt für Schritt Themenautorität, die zu stabileren Rankings und nachhaltigem organischem Wachstum führt.
Häufige Fehler bei der KW-Recherche
Viele SEO-Probleme lassen sich auf dieselben Fehler zurückführen – und sie entstehen oft schon bei der Keyword-Recherche. Häufig passiert das nicht aus Unwissen, sondern aus Zeitdruck oder falschen Annahmen.
In diesem Abschnitt zeige ich dir die typischen Fehler bei der KW-Recherche und wie du sie von Anfang an vermeidest.
KW-Recherche und E-E-A-T
Keyword-Recherche beeinflusst nicht nur deine Rankings, sondern auch, wie vertrauenswürdig deine Inhalte wirken. Suchmaschinen bewerten zunehmend, ob Inhalte echte Nutzerprobleme lösen und fachlich fundiert sind.
Jetz kommt Google’s E-E-A-T ins Spiel. Indem du Keywords auf Basis realer Nutzerfragen und klarer Suchintentionen auswählst, schaffst du die Grundlage für Inhalte, die Erfahrung (Experience), Fachwissen (Expertise), Autorität (Authoritativeness) und Vertrauen (Trust) glaubwürdig transportieren.
Wie oft solltest du eine neue KW-Recherche machen?
Für bestehende Inhalte solltest du deine Keyword-Grundlage etwa alle sechs bis zwölf Monate überprüfen. In diesem Zeitraum ändern sich häufig Suchanfragen, Formulierungen oder Schwerpunkte. Begriffe, die früher gut funktioniert haben, können an Relevanz verlieren, während neue Varianten entstehen, die besser zur aktuellen Suchintention passen.
KW-Recherche vor jedem neuen Content
Bevor du einen neuen Artikel oder eine neue Seite erstellst, solltest du immer eine kurze, gezielte Keyword-Recherche durchführen. So stellst du sicher, dass du keine bestehenden Inhalte doppelt abdeckst und die Suchintention sauber triffst. Selbst bei ähnlichen Themen können sich die Erwartungen der Nutzer unterscheiden.
KW-Recherche bei Ranking-Verlusten
Sinken Rankings oder stagniert der Traffic, ist das oft ein Zeichen dafür, dass sich die Suchintention oder die SERP-Struktur verändert hat. In diesem Fall solltest du die Keyword-Recherche gezielt wiederholen und prüfen, ob dein Inhalt noch zur aktuellen Nutzererwartung passt.
KW-Recherche bei größeren Updates oder Trends
Neue Tools, gesetzliche Änderungen, Trends oder Produktentwicklungen führen häufig zu neuen Suchbegriffen. Wenn sich dein Themenfeld stark verändert, lohnt sich eine aktualisierte Keyword-Recherche, um neue Chancen frühzeitig zu erkennen.