Entwickle eine Content-Strategie für deine Zielgruppe

Die Entwicklung von userfreundlichen Inhalten ist der Schlüssel zum erfolgreichen Content-Marketing. Das heißt: Inhalte müssen einen gewünschten Zweck erfüllen. Und es gibt grundsätzliche Entscheidungen, die man frühzeitig überdenken muss. Eine Content-Strategie befasst sich mit der Steuerung von Content-Elementen, die erstellt werden: Texte, audiovisuelle Inhalte, herunterladbare Inhalte usw.

Wenn du eine Inhaltsstrategie entwickelst, solltest du mit denjenigen, die Inhalte erstellen, mehrere Aspekte diskutieren und priorisieren – zum Beispiel:

  • Definition von Problemen, für die der Inhalt Lösungen anbietet
  • Was den Inhalt einzigartig macht
  • Formate, in denen Inhalt erstellt wird (Text, Infografik, Video)
  • Kanäle, auf denen die Inhalte veröffentlicht werden
  • Redaktionsplan für die Erstellung und Veröffentlichung von Inhalten

Content-Marketing mit einer WordPress-Site?

Warum nicht? Mit einer WordPress-Website bist du flexibel und perfekt gerüstet für hochwertige Content-Ausgaben. Du kannst dir Quellen für Traffic-Leads erschließen und potenzielle Besucher (Kunden) bei ihren Recherchen erfolgreich abholen. Wenn du beispielsweise mit einem Blog-Eintrag laufend organischen Traffic generierst, kann ein im Text eingebauter Link zu einem E-Book oder einem kostenlosen Tool nach und nach – ganz ohne weiteres Zutun – neue Leads generieren.

Der Aufbau einer nachhaltig funktionierenden Content-Marketing-Strategie erfordert viel Zeit, Kreativität und Ausdauer. Schauen wir uns also genauer an, wie eine Marketingstrategie für Inhalte aussehen könnte.

Schritt für Schritt zur eigenen Content-Marketing-Strategie:

  • Setze dir ein Ziel für deine Content-Pläne
  • Recherchiere, wer deine Zielgruppe ist, und definiere Kurzprofile dazu (Personas)
  • Analyse der bereits bestehenden Inhalte
  • Suche ein passendes CMS – oder nein, nimm einfach WordPress 😉
  • Installiere dir hilfreiche Plugins wie: HubSpot – CRM, E-Mail-Marketing, Live-Chat, Forms & Analytics, Nelio Content
  • Überlege dir Themen, mit denen du deine Zielgruppe sicher abholen kannst
  • Denke über zeitlosen Evergreen-Content nach – zum Beispiel: Leitfäden, Glossar, Rezensionen etc.
  • Mach ein Brainstorming rund um Content-Ideen zu deinen Themen
  • Vergiss nicht eine umfassende Keyword-Recherche und schau dir den Wettbewerb an
  • Welche Formate bietest du an?
    • Dein Blog ist das Herzstück – hierfür brauchst du regelmäßig aktuelle Inhalte mit einem gewissen Mehrwert
    • E-Book zum Herunterladen mit Kontaktinformationen (DSGVO-kompatibel)
    • Infografik (ein komplexes Thema veranschaulichen – z. B. ein anstehender Umzug)
    • Videos (ein super Traffic-Bringer mit magnetischer Wirkung auf der Seite)
    • Podcast mit Interviews oder Diskussionsrunden
    • Inhalte auf Facebook, YouTube oder anderen Social-Media-Kanälen veröffentlichen
  • Publishen und Administrieren von Inhalten ist kein Projekt, sondern ein kontinuierlicher Prozess.

Was bedeutet Evergreen-Content?

Evergreen-Content bezeichnet Inhalte, die unabhängig von Saison oder Trends dauerhaft eine relevante Suchintention bedienen. Du beantwortest damit wiederkehrende Fragen, erklärst grundlegende Themen oder lieferst zeitlose Problemlösungen. Typische Evergreen-Formate sind Ratgeber, Anleitungen, FAQs, Glossare und Grundlagenartikel, die über Jahre hinweg gesucht werden.

Aus SEO-Sicht bilden diese Inhalte das tragende Fundament deiner Website. Sie sorgen für stabile Rankings, kontinuierlichen organischen Traffic und dienen als zentrale Ankerpunkte für interne Verlinkungen. Entscheidend ist jedoch, dass du Evergreen-Content nicht als statisch verstehst. Regelmäßige Aktualisierungen, Ergänzungen und strukturelle Optimierungen sind notwendig, um Relevanz, Aktualität und Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.

Erst auf dieser stabilen Basis entfaltet die Kombination mit saisonalen oder trendbasierten Inhalten ihr volles Potenzial – sowohl für Sichtbarkeit als auch für Reichweite.

Saisonale Themen versus Evergreen-Content

Trend- oder saisonbasierte Inhalte sind dann besonders relevant, wenn du Nutzer erreichst, die gezielt nach aktuellen, zeitgebundenen oder ereignisbezogenen Informationen suchen. Gerade deshalb solltest du diese Inhalte nicht als Einmal-Projekte betrachten. Ideal ist es, wenn sie sich jedes Jahr zu bestimmten Zeitpunkten aktualisieren, erweitern und erneut ausspielen lassen – statt nach kurzer Zeit zu veralten.

Ein strukturierter Redaktionskalender hilft dir dabei, wiederkehrende Anlässe frühzeitig zu erkennen. Neben Klassikern wie Weihnachten oder Neujahr bieten auch branchenspezifische Ereignisse, saisonale Nachfragezyklen oder gesetzliche Änderungen regelmäßig Stoff für wirkungsvollen Content. Entscheidend ist, dass du diese Inhalte bewusst pflegst und weiterentwickelst, anstatt sie liegen zu lassen.

Immer wieder liest du, dass Evergreen-Content der Königsweg für nachhaltigen SEO-Erfolg sei. Tatsächlich bildet er das stabile Fundament deiner Website. Wenn du dich jedoch ausschließlich darauf verlässt, verschenkst du Potenzial. Sinnvoller ist ein ausgewogener Ansatz, bei dem du dauerhaft relevante Inhalte gezielt mit zeitgebundenen Themen kombinierst.

So baust du langfristige Sichtbarkeit und thematische Autorität auf, während aktuelle Inhalte zusätzliche Reichweite, Relevanzsignale und kurzfristigen Traffic liefern. Gleichzeitig erhöhst du die Chance, unterschiedliche Suchintentionen abzudecken – von informationsgetrieben bis anlassbezogen – und nutzt deine Inhalte entlang ihres gesamten Lebenszyklus strategisch.

Entwickle ein Content-Hub Konzept

Ein Thema. Eine zentrale Seite. Viele vertiefende Inhalte.
Ein Content-Hub ist eine thematisch sauber aufgebaute Inhaltsstruktur, bei der ein zentrales Hauptthema (Hub) mit mehreren Unterseiten (Cluster / Satelliten) verbunden ist. Ziel ist es, Nutzerintentionen vollständig abzudecken, Autorität aufzubauen und Suchmaschinen eine klare thematische Relevanz zu signalisieren.

Die Synergie:

  • Hub: Zentrale Übersichtsseite
  • Cluster: Seiten mit thematischer Tiefe
  • Ziel: Nutzer + Suchmaschinen optimal bedienen
  • Ergebnis: Nachhaltige Sichtbarkeit & Autorität

1. Das Hub-Thema (Pillar Page)

Zentrale Seite für Content-Strategie & Content-Marketing

Aufgabe der Hub-Seite:

  • Überblick über das gesamte Thema geben
  • Alle relevanten Unterthemen kurz erklären
  • Auf vertiefende Inhalte verlinken
  • Für generische Suchanfragen ranken

Typische Merkmale:

  • Umfangreicher Leitfaden (2.000–4.000 Wörter)
  • Klare Struktur mit Sprungmarken
  • Keine Detailtiefe wie in Blogartikeln
  • Starke interne Verlinkung nach unten

2. Content-Cluster (Satelliten-Seiten)

Jede Unterseite behandelt ein klar abgegrenztes Teilthema und verlinkt zurück zur Hub-Seite.

Beispielhafte Cluster zu deinem Thema:

Cluster 1: Zielgruppe & Personas

  • Zielgruppe definieren
  • Besucher oder Käufer Personas erstellen
  • Nutzerintention verstehen

Cluster 2: Content-Strategie

  • Content-Ziele festlegen
  • Redaktionsplan erstellen
  • Content-Governance & Prozesse

Cluster 3: Content-Formate

  • Blog & Ratgeber
  • Evergreen-Content
  • E-Books & Lead-Magnete
  • Video, Podcast & Infografiken

Cluster 4: SEO & Distribution

  • Keyword-Recherche
  • Content für Suchmaschinen & KI
  • Interne Verlinkung
  • Social Media & Content-Seeding

Cluster 5: Tools & CMS

  • WordPress für Content-Marketing
  • Plugins & Workflows
  • Analyse & Optimierung

3. Interne Verlinkungslogik (entscheidend!)

Regel 1:
Alle Cluster verlinken zur Hub-Seite zurück

Regel 2:
Die Hub-Seite verlinkt systematisch zu allen Clustern

Regel 3:
Cluster dürfen sich untereinander verlinken, wenn es inhaltlich Sinn ergibt.

Ergebnis sieht dann so aus:

  • Klare thematische Silos
  • Starke interne Linkkraft
  • Bessere Crawl- & Verständnisstruktur für Suchmaschinen und LLMs

4. SEO- & LLM-Vorteile des Content-Hubs

Für SEO:

  • Stärkere thematische Autorität
  • Bessere Rankings für Mid- & Long-Tail-Keywords
  • Höhere Verweildauer
  • Saubere interne Linkstruktur

Für KI / LLMs:

  • Klare Themenzuordnung
  • Logische Wissenshierarchie
  • Leicht extrahierbare Antworten
  • Ideal für Featured Snippets & KI-Zusammenfassungen

5. Redaktionelle Umsetzung

Empfohlene Reihenfolge:

  • Hub-Seite erstellen (Grundlage)
  • 3–5 wichtigste Cluster veröffentlichen
  • Weitere Cluster schrittweise ergänzen
  • Hub-Seite regelmäßig aktualisieren
  • Verlinkungen prüfen & optimieren

6. Typische Fehler vermeiden

  • Hub-Seite zu oberflächlich
  • Cluster ohne Rückverlinkung
  • Themen wild mischen
  • Mehrere Hubs für dasselbe Thema
  • Keine Aktualisierung über Zeit

 

FAQ: Häufige Fragen zum Thema Content-Strategie

Was ist eine Content-Strategie?

Eine Content-Strategie ist ein Plan, wie Inhalte erstellt, strukturiert, veröffentlicht und gepflegt werden, damit sie ein konkretes Ziel erreichen – zum Beispiel mehr Sichtbarkeit, Leads oder Verkäufe. Sie definiert Zielgruppe, Themen, Formate, Kanäle, Prozesse und Erfolgsmessung.

Warum ist die Zielgruppe der wichtigste Ausgangspunkt?

Weil Inhalte nur dann funktionieren, wenn sie die Fragen, Probleme und Bedürfnisse der richtigen Menschen treffen. Wer die Zielgruppe kennt, kann passende Themen wählen, den Ton treffen und Formate erstellen, die tatsächlich genutzt werden.

Was ist der Unterschied zwischen Zielgruppe und Persona?

Die Zielgruppe beschreibt eine Gruppe von Menschen mit gemeinsamen Merkmalen. Eine Persona ist ein konkretes, fiktives Kurzprofil (z. B. „Melanie, 34, Marketingmanagerin“), das typische Ziele, Herausforderungen und Informationsbedürfnisse repräsentiert und Inhalte planbarer macht.

Welche Bausteine gehören zu einer guten Content-Strategie?

Wichtige Bausteine sind: Ziele (z. B. Leads), Zielgruppenanalyse, Themen- und Keyword-Recherche, Content-Formate, Distribution (Kanäle), Redaktionsplan, Verantwortlichkeiten/Workflows sowie Analyse und regelmäßige Optimierung.

Wie finde ich Themen, die meine Zielgruppe wirklich interessieren?

Gute Quellen sind: Kundenfragen aus Vertrieb/Support, interne Suchanfragen auf der Website, Keyword-Recherche, Wettbewerbsanalyse, Social Media/Communities, Tools wie Google Trends sowie Auswertungen in der Search Console.

Was ist Evergreen-Content – und wann sind saisonale Inhalte sinnvoll?

Evergreen-Content bleibt langfristig relevant (z. B. Leitfäden, Glossar, Grundlagen). Saisonale oder trendbasierte Inhalte sind sinnvoll, wenn Nutzer zeitgebundene Informationen suchen (z. B. Aktionen, Events, Trends). In der Praxis ist eine Mischung meist am effektivsten.

Welche Content-Formate eignen sich besonders für Content-Marketing?

Häufig funktionieren Kombinationen aus Blogartikeln/Guides, E-Books oder Checklisten (Lead-Magnet), Infografiken, Videos, Podcasts und Social-Media-Posts. Entscheidend ist, welche Formate deine Zielgruppe bevorzugt und welche Ressourcen du dauerhaft liefern kannst.

Brauche ich für Content-Marketing unbedingt WordPress?

Nein. WordPress ist aber ein sehr flexibles CMS, weil du Inhalte, Landingpages, interne Verlinkung, SEO-Optimierung und Plugins (z. B. für Formulare, CRM oder Newsletter) gut steuern kannst. Wichtig ist weniger das System als ein sauberer Prozess.

Wie lang sollte ein guter Leitfaden sein?

Die Länge richtet sich nach der Suchintention. Ein Hub- oder Grundlagenartikel darf umfangreich sein, wenn er wirklich alle relevanten Fragen beantwortet und gut strukturiert ist. Qualität, Aktualität und Nutzerführung sind wichtiger als eine feste Wortanzahl.

Wie messe ich, ob meine Content-Strategie funktioniert?

Typische Kennzahlen sind Sichtbarkeit/Rankings, organischer Traffic, Klickrate (CTR), Verweildauer, Conversion-Rate (Leads/Anfragen), Newsletter-Anmeldungen sowie unterstützte Verkäufe. Wichtig ist, KPIs direkt an dein Content-Ziel zu koppeln.